Hypothekenrechner

Ermitteln Sie die Höhe Ihrer monatlichen Hypothekenrate (Baufinanzierung) basierend auf dem Kaufpreis der Immobilie und dem eingesetzten Eigenkapital.

Wie hilft Ihnen der Hypothekenrechner?

Bevor Sie sich für eine Immobilie entscheiden, ist die wichtigste Frage: "Kann ich mir die Raten überhaupt leisten?" Der Hypothekenrechner ist konzipiert für exakt diesen ersten Check. Sie trennen Ihren Kaufpreis umgehend von Ihrem bereits angesparten Eigenkapital, woraus sich der bereinigte Nettodarlehensbetrag ergibt, den Sie sich bei der Bank leihen müssen.

Anschließend multipliziert der Rechner dieses Netto-Darlehen mit dem aktuellen Zins- und Tilgungssatz des Marktes. Die Ausgabe bietet Ihnen eine äußerst realistische Annäherung an das, was jeden Monat von Ihrem Girokonto als Abgang verbucht wird, bevor noch verbrauchsabhängige Nebenkosten (Strom, Wasser) dazukommen.

Die Stellschrauben der Finanzierung

Das echte Eigenkapital

Jeder Euro, den Sie in die Finanzierung einbringen, senkt sofort das Darlehen und damit nachhaltig die enormen Zinskosten, die sonst über 30 Jahre lang anfallen würden.

Vorsicht Kaufnebenkosten

Bedenken Sie, dass zum reinen Immobilien-Kaufpreis stets Makler, Notar und die staatliche Grunderwerbsteuer (ca. 10 bis 15 %) obendrauf kommen. Idealerweise zahlen Sie das bar aus dem Eigenkapital.

Die Tilgung anpassen

Ist die errechnete Rate zu hoch? Sie können die anfängliche Tilgung senken (z.B. auf 1.5 %), was die Rate mindert, Sie im Gegenzug aber im Alter weitaus länger binden wird.

Häufig gestellte Fragen

Was unterscheidet den Hypothekenrechner vom normalen Kreditrechner?

Ein regulärer Kreditrechner (z.B. für Ratenkredite oder Autos) verlangt von Ihnen meist die Vorgabe einer festen Laufzeit in Monaten. Der Hypothekenrechner fragt stattdessen nach der 'anfänglichen Tilgung in Prozent', da Immobilienkredite (Annuitätendarlehen) aufgrund ihrer enormen Darlehenshöhe in Deutschland fast immer nach dieser speziellen Prozent-Methode berechnet werden.

Wie viel Eigenkapital wird von Banken empfohlen?

Als goldene Faustregel gilt: Mindestens die gesetzlichen Kaufnebenkosten (Grunderwerbsteuer, Notar, Grundbuch und ggf. Makler – zusammen ca. 10 bis 15 % des reinen Kaufpreises) sollten als Minimalbetrag aus eigener Tasche bezahlt werden können. Weitaus sicherer sind volle 20 % echtes Eigenkapital bezogen auf den Gesamtkaufpreis, da dies das Risiko der Bank mindert und damit den Bank-Sollzins massiv und gewinnbringend senkt.

Was genau bedeutet der Begriff 'anfängliche Tilgung'?

Das ist exakt der monetäre Prozentsatz der aufgenommenen Darlehenssumme, den Sie im allerersten Jahr planmäßig garantieren werden zurückzuzahlen. Wenn Sie ein Netto-Darlehen über 300.000 Euro aufnehmen und 2 % anfängliche Tilgung wählen, dann tilgen (löschen) Sie im ersten Jahr also exakt 6.000 € Ihrer Schuld. Auf Basis dieser Zahl errechnet die Bank dann die Gesamt-Annuität, die sich mit dem fälligen Zinssatz paart.

Ist das dann die finale Rate für die komplette Rest-Laufzeit?

Die vom Rechner kalkulierte monatliche Abbuchungs-Rate bleibt immer exakt bis zum Ende der mit der Bank vertraglich festgesetzten Zinsbindung (z.B. 10, 15 oder 20 Jahre in Deutschland üblich) exakt gleich hoch. Man nennt dies eine "Konstante Bank-Annuität". Erst danach muss meist ein völlig neuer und dem dann herrschenden Marktniveau entsprechender Zins für die restliche Laufzeit verhandelt werden (Anschlussfinanzierung).

Was passiert demnach bei einer sogenannten 100-Prozent-Finanzierung?

Bei einer 100-Prozent-Finanzierung bringen Sie für den nackten Kaufpreis der Immobilie exakt null eigenes Eigenkapital in den Vertrag ein (Sie geben also 0 Euro im Rechner an). Die darlehensgebende Bank trägt folglich das ganz volle Immobilienpreis-Ausfallrisiko, weswegen der angebotene Sollzins in solchen Fällen auf dem Markt oft drastisch aufschlägt (Kostenrisiko). Oft ist es zudem so, dass bei solchen Spezialfinanzierungen zwingend immer noch die Kauf-Nebenkosten privat in bar getragen werden müssen.